Referenzen

Deichtorhallen, Hamburg

Die Deichtorhallen liegen am Rande des Hamburger Hafens und sind eines der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt. Die historischen Hallen bieten heute einen ansprechenden Rahmen für Kunstausstellungen sowie ein vielfältiges Programm rund um das Thema Internationale Kunst und Fotografie. Die unmittelbare Nähe der Gebäude zum Wasser, die dem Ort sicherlich seine besondere Note verleiht, führte bei der Umnutzung der Gebäude zu einigen Problemen.

Im Kellergeschoss, das für die Lagerung von Gemälden, Fotografien und anderen hochempfindlichen Kunstobjekten vorgesehen war, gab es an zahlreichen Stellen starke Durchfeuchtungen in der über 100 Jahre alten Stampfbetonkonstruktion. Teilweise drang so viel Wasser durch die Sohlplatte oder durch Risse in den Wandflächen, dass dies im Innenbereich zu dauerhafter Pfützenbildung führte.

Durch den Einsatz von XYPEX CONCENTRATE, XYPEX MODIFIED, XYPEX PATCH´N PLUG und XYPEX GAMMA CURE wurden bei diesem Bauvorhaben unzählige Risse und ca. 1.000 m² Bauteiloberfläche ohne einen Tropfen Kunstoffinjektionsmaterial von innen abgedichtet, so dass über 5.000 m² trockene Lagerfläche für Kunstobjekte entstanden.

Orang-Utan-Haus im Tierpark Hagenbeck, Hamburg

Die Herstellung der Böschung des Wassergrabens am Orang-Utan-Haus im Tierpark Hagenbeck stellte Planer und ausführende Firma vor ein besonderes technisches Problem: Die Böschung sollte – der späteren Nutzung als Wassergraben entsprechend - als wasserundurchlässiges Bauteil aus Ortbeton ausgeführt werden. Sowohl das geplante Gefälle als auch die Profilierung der Böschung ließen jedoch keine Nachverdichtung des eingebrachten Betons mit einem Flaschenrüttler und natürlich auch keinen Einsatz eines selbstverdichtenden Betons zu.

Da kein Transportbetonhersteller einen Beton liefern konnte, der für das Profilieren der Böschung eine ausreichend steife Konsistenz besaß und trotzdem ohne Nachverdichtung eine wasserundurchlässige Qualität erreichen würde, suchte man nach einer anderen Möglichkeit zur Abdichtung des Betons. Mit XYPEX ADMIX C-1000 NF als Betonzusatzmittel im Frischbeton entschied sich der Planer für eine sehr elegante und kostengünstige Abdichtungslösung, die nicht nur die Abdichtungsfunktion quasi unsichtbar in den Beton integriert, sondern darüber hinaus auch die Beständigkeit des Bauteils erheblich erhöht.

Für den Einbau wurde dann eine steife Betonkonsistenz gewählt, die beim Einbringen in die oberflächennahen Schichten nur noch händisch verdichtet wurde, um größere Fehlstellen wie Kiesnester auszuschließen. Dabei wurde gleichzeitig das spätere Profil der Böschung modelliert. Die nachträgliche Gefügeverdichtung im Beton durch XYPEX ADMIX sowie die Anschlussfugenabdichtung mit XYPEX CONCENTRATE stellen so die Wasserundurchlässigkeit der Konstruktion sicher.

Fernwärmeschächte, Krefeld

Das XYPEX-System wurde für die Sanierung und die Abdichtung der unterirdischen Fernwärmeschächte der Stadtwerke angewandt. Der Beton wies schwere Beschädigungen auf und die Stahlbewehrung lag in vielen Bereichen völlig offen. Die Temperatur in den Schächten liegt zwischen 45 und 65°C.

Die Oberflächen wurden im Wassersandstrahlverfahren vorbereitet. Nach einer ersten Beschichtung mit XYPEX CONCENTRATE folgte die Erneuerung des Bewehrungsstahls. Der abschließenden Reprofilierung ging eine Beschichtung mit XYPEX MODIFIED voraus.

Die Fotos zeigen den Zustand des Fernwärmeschachtes vor und nach der Anwendung des XYPEX-Abdichtungssystems.

Planetarium Hamburg

Seit 1930 wird der ehemalige Winterhuder Wasserturm mitten im Hamburger Stadtpark als Planetarium genutzt und ist damit eines der dienstältesten "Sternentheater" weltweit. Der von 1912 bis 1916 errichtete und knapp 65 Meter hohe Turm verbindet Formen wilhelminischer Baukunst mit dem modernen Art-Deco-Design und ist auch heute noch eine der Hauptattraktionen der Hansestadt. Seine fast 30 Meter breite Vorderfront ist von einer eleganten Galerie umgeben, deren Wasserspiele in zwei große, insgesamt über 1500 m² Wasserbecken münden.

Im August 2009 wurde die LPI Ingenieurgesellschaft Hannover (Prof. Lohaus/Dr. Petersen) von der Freien und Hansestadt Hamburg mit der Instandsetzungsplanung der Wasserbecken des Planetariums in Hamburg beauftragt. Aufgrund der hohen Wasserverluste mussten bereits einige Monate zuvor die Wasserspiele außer Betrieb und die Becken geleert werden, da es zum einen bei gefüllten Becken zu erheblichen Wassereintritten in den Kellerbereich des Planetariums kam, zum anderen bei kontinuierlichem Nachfüllen der Becken in den Sommermonaten nicht mehr ausreichend Wasser zur Bewässerung des Stadtparks zur Verfügung stand.

Als besondere Anforderung bei der Sanierungsplanung war die Zugänglichkeit der Becken für Publikumsverkehr unter anderem auch im Winter mit Schlittschuhen auf gefrorenen Regenwasserpfützen zu berücksichtigen. Die vorhandene Bahnenabdichtung, die bereits vor einigen Jahren zur nachträglichen Abdichtung der Becken eingebaut wurde, war nur noch in Teilbereichen vorhanden. Es war also offensichtlich, dass für die Sanierung nur ein System mit einem erhöhten mechanischen Widerstand in Frage käme, idealerweise eine Abdichtungslösung mit dem Baustoff Beton.

Die Erkundung des Bauwerksaufbaus durch Bohrkernentnahmen in unterschiedlichen Bereichen der Becken brachte die überraschende Erkenntnis, dass es sich bei den Sohlen der beiden Becken zumindest bereichsweise um freitragende Platten auf Stahlbetonbalken handelte. Da die Beckensohle somit auch auf Biegung beansprucht war, die untere Bewehrungslage jedoch nahezu keine Betondeckung, dafür allerdings deutliche Korrosionsschäden zeigte, wurde die Bestandssohle nicht wie zunächst vorgesehen mit XYPEX CONCENTRATE nachträglich abgedichtet, sondern zurückgebaut und mit XYPEX ADMIX C-1000 NF eine neue wasserundurchlässige Sohlplatte betoniert. Neben der Wasserundurchlässigkeit waren durch die eingesetzte Betonrezeptur aufgrund der Chlorierung des Wassers in den Becken auch erhöhte Anforderungen an den Schutz der Bewehrung (XC4, XD3) und den Frost-Tausalzwiderstand (XF4) zu gewährleisten.

Theater- und Konzerthaus Esplanade, Singapur

Im Oktober 2002 wurde im Stadtstaat Singapur das neue Kulturzentrum "Esplanade" mit über 5000 Sitzplätzen in 5 Sälen eingeweiht. Das Theater mit 2000 Sitzplätzen liegt an exponierter Stelle am Padang-Fluss neben einer neuen Brücke, welche die historische Altstadt mit dem Fluss und den Geschäftsvierteln verbindet.

Die Lage des Kulturzentrums auf neu gewonnenem Land in der Flussmündung sorgte für sehr schwierige Gründungsverhältnisse. Die Untergeschosse liegen unter dem Meeresspiegel und sind permanent großem hydrostatischen Druck und dem Salz des Meerwassers ausgesetzt. Neben XYPEX ADMIX C-2000 NF als Zusatzmittel für 20.000 m3 Beton kamen auch XYPEX CONCENTRATE und XYPEX PATCH´N PLUG für die Fugenabdichtung und Reparatur von Bauschäden zum Einsatz. In Phase I dieses Projekts (Tiefgarage) wurde ein ursprünglich für das gesamte Projekt ausgeschriebenes Membran-System verwendet, das bereits in der darauf folgenden Bauzeit ständig repariert werden musste.

Die Projektverantwortlichen suchten nach Alternativen, die die Dichtigkeit des Bauwerks sicherstellten und die Widerstandsfähigkeit des Betons gegen das Eindringen von Chloridionen erhöhten, um sowohl für den Beton als auch für die Bewehrung einen ausreichenden Schutz gegen das anstehende Seewasser zu gewährleisten. In der Phase II (unter dem Theater) entschied man sich XYPEX ADMIX einzusetzen, da XYPEX aufgrund seiner einzigartigen Wirkungsweise, der Bauwerksabdichtung durch Kristallisation, diese beiden Eigenschaften in sich vereint. Es wurde jedoch nicht nur das Dichtigkeits- und Korrosionsproblem gelöst. Durch sorgfältige Planung und die Einsparung sonst zusätzlich notwendiger Baumaßnahmen und Arbeitsgänge wurde die Bauzeit um 3 Monate verkürzt. Dies führte trotz höherer Materialkosten zu einer Kosteneinsparung von ca. 500.000 Euro.

Es entfielen sämtliche Arbeiten, wie der Bau einer zusätzlichen verlorenen Spundwand, die das Anbringen der Membran direkt im Uferbereich ermöglichen sollte, das Vorbereiten der Betonoberfläche und natürlich das Montieren der Membran selbst. Diese Einsparungen vereinfachten das Projekt aus ingenieurtechnischer Sicht in der Planung und Ausführung wesentlich.

Natriumchlorat-Behälter, Isère, Frankreich

Dieser Betonbehälter in der Atochem-Anlage in Isère wurde durch aggressive NaClO3-Belastung geschädigt. XYPEX wurde verwendet, um die zahlreichen Undichtigkeiten zu beheben und die Betonstruktur vor weiterer Zerstörung zu schützen.

Nachdem der Behälter von innen sandgestrahlt war, wurden Fugen und Risse geöffnet. Der Tank wurde dann über einen Zeitraum von 1 Monat immer wieder mit sauberem Wasser gefüllt, um das NaClO3 aus dem Beton zu lösen. Danach wurden die Fugen und Fehlstellen mit XYPEX verschlossen und zwei Lagen XYPEX CONCENTRATE auf die Außen- und Innenseite des Behälters aufgetragen.